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Apr 03 2015

Städtetrip Berlin mit der Fuji XT-1

Vier Tage Berlin und das erste mal seit Jahren keine Spiegelreflex-Kamera mehr, sondern die spiegellose Fuji X-T1 dabei. Nach diesen vier Tagen bin ich von diesem Gerät begeistert. Technisch qualitativ gute Aufnahmen, kleines Gewicht und man fällt nicht so auf, wie mit den großen Kameras.

Aufnahmen…

Einstellungen bei der Kamera:

  • ISO-Automatik: Längste Belichtungszeit war 1/80 sec., so dass keine Aufnahmen verwackelt werden. Die einzige Einstellung beim Fotografieren war in 99% der Fälle die Auswahl der jeweiligen Blende, je nach Motiv.
  • Die Auswahl des Fokus-Punktes erfolgt über die Verwendung der Funktionstasten, so dass ohne Probleme das richtige Fokusfeld verwendet wurde.
  • Die Aufnahmen entstanden sowohl im RAW, als auch im JPG-Format. Verwendet wurden allerdings nur die RAW-Dateien, welche mit dem Adobe-Raw-Konverter umgewandelt werden – hierzu gleich noch mehr Informationen zum Thema RAW-Entwicklung.
  • Als Objektiv wurde das Standardobjektiv von 18-55 / 2,8-4 verwendet. In fast allen Fällen hat es mir vom Zoom-Bereich ausgereicht und die Qualität der Optik ist super.

RAW-Entwicklung:

Dadurch, dass ich die RAW-Entwicklung verwende, setze ich die Einstellungen bei der Kamera, z.B. Kontrastanpassung, Weissabgleich etc. nicht wirklich verwendet. Irgendwann überlege ich, diese Werkzeuge ebenfalls einzusetzen, so dass man im Endeffekt bereits optimierte Fotos aus der Kamera verwendet.

  • Anpassung des Weissabgleichs auf die gewünschte Farbtemperatur.
  • Im Bereich der Kamera-Kalibrierung wurde das Kameraprofil auf „Camera ASTIA/SOFT“ eingetragen, bei dem bereits eine gute Darstellung der Farben erzeugt wird.
  • Bei der RAW-Konvertierung verwende ich gerade bei kontrastreichen Situationen eine deutliche Reduktion der Lichter und ebenso ein deutliches Erhöhen der Tiefen.
  • Die Einstellungen der Klarheit und der Dynamik werden leicht erhöht.
  • Im Bereich von HSL werden dann die Sättigungen, z.B. das blau des Himmels erhöht und sofern notwendig ebenfalls die Luminanz der Kanäle angepasst.
  • Eine Reduzierung des Rauschens wurde bei ISO-Aufnahmen von 1.600 und 3.200 durchgeführt (s.o.)
    Beim Bereich der Objektivkorrekturen wurde im Bereich „Farbe“ immer der Eintrag „Chromatische Aberrationen entfernen“ ausgewählt. da es sich hier häufig um Architektur-Aufnahmen ging wurde im Bereich „Manuell“ der Eintrag „Upright – Automatische Korrekturen“ eingetragen. dadurch war eine spätere Korrektur in Photoshop nicht mehr notwendig.
    Danach waren die meisten Aufnahmen korrekt und benötigten keine Korrekturen mehr in Photoshop.

Fazit:

Für mich ist diese Technik für Städtereisen mehr als ausreichend. Die Qualität, selbe bei größeren ISO-Werten, z.B. in Innenräumen, ist genial. Im Notfall kann man die Bilder in der RAW-Entwicklung noch ein wenig entrauschen. Auf der anderen Seite ist diese geringe Rauschen allerdings auch kein wirkliches Problem.
Für andere Fotos, z.B. People, Sport etc., werde ich sicherlich meine Spiegelreflex-Ausrüstung einsetzen, aber bei anderen Themen ist die Technik super.
An der ein oder anderen Stelle hätte man sich ein anderes Objekt gewünscht. Zum einen eine größere Blende, um Aufnahmegegenstände besser frei zustellen. Zum anderen manchmal allerdings auch ein längeres Teleobjektiv.
Ein einziges Thema, welches mich bei der Bedienung der Kamera stört, ist das Drehen der Einstellungsräder, die nach meinem Verständnis anders rum gedreht werden sollten. Damit meine ich das Einstellungsrad der Blende (evtl. gibt es hier noch eine Einstellungsmöglichkeit) und das Belichtungskorrektur-Rad. Auf der anderen Seite gewöhnt man sich hier sicherlich daran.

 Aufnahmen: